Fürbitten – Texte für jeden Anlass
Fürbitten für Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Katholisch und evangelisch, modern und traditionell – mit Aufbau und Beispielen.
Was sind Fürbitten?
Fürbitten (auch Fürbittengebet) sind Gebete, in denen wir Gott für andere Menschenbitten. Das Wort kommt von “für jemanden bitten”. Sie sind fester Bestandteil christlicher Gottesdienste – bei Taufe, Hochzeit, Beerdigung und im Sonntagsgottesdienst.
Im Unterschied zum persönlichen Gebet, in dem wir für uns selbst bitten, richten Fürbitten den Blick nach außen: auf Familie, Freunde, die Gemeinde und die Welt.
Aufbau einer Fürbitte
1. Anrufung
Anrede an Gott zu Beginn der Fürbitte
Guter Gott... / Herr... / Barmherziger Vater...
2. Bitte
Das konkrete Anliegen, für das gebetet wird
Wir bitten dich für [Person/Anliegen]...
3. Abschluss
Überleitung zur Antwort der Gemeinde
Darum bitten wir. / Herr, erhöre uns.
Antworten der Gemeinde
“Herr, erhöre uns.”
Katholisch, allgemein
“Wir bitten dich, erhöre uns.”
Katholisch & Evangelisch
“Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.”
Katholisch
“Amen.”
Evangelisch, schlicht
Fürbitten: Katholisch vs. Evangelisch
| Aspekt | Katholisch | Evangelisch |
|---|---|---|
| Liturgische Einbindung | In die Messfeier eingebunden, nach dem Evangelium | Freier gestaltet, oft nach der Predigt |
| Antwort der Gemeinde | Feste Formeln wie 'Herr, erhöre uns' | Oft freier, auch 'Amen' möglich |
| Heiligenanrufung | Möglich (z.B. Maria, Schutzengel) | Nicht üblich |
| Stil | Eher traditionell-liturgisch | Oft persönlicher und moderner |
Fürbitten – Eine Tradition des Füreinander-Betens
Die Tradition der Fürbitten reicht bis in die Anfänge des Christentums zurück. Schon die ersten Christen beteten füreinander und für die Welt. Heute sind Fürbitten ein fester Bestandteil der Liturgie in beiden großen Konfessionen.
Wer trägt Fürbitten vor?
Bei besonderen Anlässen wie Taufe oder Hochzeit tragen oft Familienmitglieder und Freunde die Fürbitten vor. Bei der Beerdigungsind es meist Angehörige. Im Sonntagsgottesdienst übernimmt dies häufig der Pfarrer oder ein Lektor.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind Fürbitten?
Fürbitten sind Gebete, in denen die Gemeinde Gott um etwas für andere Menschen bittet – daher 'für' jemanden bitten. Sie sind fester Bestandteil von Gottesdiensten bei Taufe, Hochzeit, Beerdigung und im regulären Sonntagsgottesdienst.
Was ist eine Fürbitte?
Eine Fürbitte ist ein einzelnes Gebet innerhalb der Fürbitten. Sie besteht aus einer Anrufung Gottes, der eigentlichen Bitte und einem Abschluss. Die Gemeinde antwortet mit einer festen Formel wie 'Herr, erhöre uns'.
Wer schreibt die Fürbitten?
Bei besonderen Anlässen wie Taufe oder Hochzeit wählt die Familie passende Fürbitten aus oder schreibt eigene. Der Pfarrer kann beraten und prüft die Texte. Im Sonntagsgottesdienst bereitet meist der Pfarrer die Fürbitten vor.
Wie viele Fürbitten sind üblich?
Je nach Anlass sind 4 bis 6 Fürbitten üblich. Bei der Taufe etwas mehr, bei der Beerdigung etwas weniger. Zu viele Fürbitten können den Gottesdienst überladen.
Was ist der Unterschied zwischen katholischen und evangelischen Fürbitten?
Der Grundaufbau ist ähnlich. Katholische Fürbitten sind oft liturgischer und können Heilige einbeziehen. Evangelische Fürbitten sind oft freier und persönlicher formuliert. Viele Texte passen für beide Konfessionen.
Darf ich eigene Fürbitten schreiben?
Ja! Eigene Fürbitten sind sehr willkommen und oft die berührendsten. Halten Sie sich an den Grundaufbau und stimmen Sie den Text mit dem Pfarrer ab. Vorlagen können als Inspiration dienen.